Elysiums 28. Saison 2010–2011

Erinnern - Für die Zukunft
Herbst 2010


Samstag,
18. September 2010
20.00 Uhr
Schloß Traun
Schloßstr. 8
A-4050 Traun

im Rahmen des Bruckner Festes Linz

www.kulturschloss.at

Erinnern - Für die Zukunft
Musikalisch-literarische Collage

Der 2. Weltkrieg - dessen Ende sich am 8. Mai zum 65. Mal jährt - ist die größte und verheerendste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Der Krieg und der mit ihm untrennbar verbundene Holocaust haben die Welt dramatisch verändert. In kleinen Vignetten setzt die Collage mutige Einzelschicksale in Szene, erzählt vom heroischen Kampf gegen die Übermacht des nationalsozialistischen Regimes, von Leidenschaft, Opferbereitschaft und Menschlichkeit inmitten blindwütiger Zerstörung.

Musik von Paul Ben-Haim, Karel Berman, Paul Dessau, Jerzy Fitelberg, Hans Helfritz, Ziga Hirschler, Stefan David Hummel, Vitezslava Kaprálová, Szymon Laks, Egon Lustgarten, Ursula Mamlok, Paul Aron Sandfort u.a. und Texte von Johannes R. Becher, Dietrich Bonhoeffer, Bertolt Brecht, Martin Niemoeller, Hans Sahl, Libertas Schulze-Boysen, Stefan Zweig u.a.

Konzept und Einführung: Michael Lahr
Erzähler: Gregorij H. von Leïtis
Klavier: Dan Franklin Smith

"Gregorij von Leïtis gelingt es, Würde und sogar noch Schönheit selbst in die bittersten Worte zu legen. In perfekter Passung dazu entwickelt Pianist Dan Franklin Smith musikalische Preziosen."
- Münchner Merkur

"Eine kleine Sensation."
- Süddeutsche Zeitung


Dienstag,
21. September 2010
19.00 Uhr
Deutsche Botschaft Wilna
Großer Saal
Sierakausko g. 24/8
03105 Vilnius / Litauen

Cornet: Ullmann’s Testament aus Theresienstadt

Viktor Ullmann:
„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“
Melodram für Rezitation und Klavier nach dem gleichnamigen Gedicht von Rainer Maria Rilke (Theresienstadt, 1944)

Klaviersonate No. 6 (Theresienstadt, 1944)
Einführungsvortrag „Musik aus Theresienstadt“

Rezitation: Gregorij H. von Leitis
Klavier: Dan Franklin Smith
Einführung: Michael Lahr

Trotz menschenunwürdiger Umstände, trotz Hunger, Terror und Todesfurcht, brachten viele Künstler auch im Konzentrationslager die Kraft auf, kreativ tätig zu sein. Ihre Kunst half ihnen, das alltägliche Leiden besser zu ertragen. Einer dieser Künstler war der Komponist Viktor Ullmann. In Theresienstadt schuf er einige seiner schönsten Liedzyklen, mehrere Klaviersonaten und eine ganze Oper „Der Kaiser von Atlantis“.
„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ ist die letzte Komposition, die Ullmann fertig stellen konnte, bevor er im Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde.
In seiner geretteten Musik manifestiert sich in großartiger Weise Ullmanns unbeugsamer Wille zum Leben und seine Hoffnung, dass die Menschenwürde letztlich stärker sein wird, als alle Versuche, sie zu vernichten.


Sonntag,
23. September 2010
19.00 Uhr
Mozarteum
Mirabellplatz 1
5020 Salzburg / Österreich

Eintritt: Frei

Weitere Informationen unter:
www.moz.ac.at

Erinnern - Für die Zukunft
Musikalisch-literarische Collage

(Details s. Samstag, 18. September 2010)

Konzept und Einführung: Michael Lahr
Erzähler: Gregorij H. von Leïtis
Klavier: Dan Franklin Smith

Das Konzert eröffnet die Wanderausstellung „Die Kinder von Maison d’Izieu. Die Bilder zeigen jüdische Waisenkinder und ihre Erzieher im französischen Heim „Maison d’Izieu“ während ihres Aufenthaltes von Mai 1943 bis April 1944.
Das Kinderheim in Izieu beherbergte mehr als 100 jüdische Kinder verschiedener Nationalitäten, deren Eltern bereits von den Nazis deportiert waren. Die Kinder hatten durch die Aufnahme in Izieu die Chance, der antisemitischen Verfolgung zunächst zu entkommen, bis es am Morgen des 6. April 1944 zu einer Razzia kam. 44 Kinder, die zu dieser Zeit im Heim waren, und ihre sieben Betreuer wurden auf Befehl von Klaus Barbie, Leiter der Gestapo Lyon, festgenommen und deportiert. Zwei Jugendliche und Heimdirektor Miron Zlatin wurden in Estland erschossen, der Rest der Gruppe wurde nach Auschwitz gebracht und dort kurz nach der Ankunft vergast. Seit 1994 ist das Maison d’Izieu eine Gedenkstätte.
Die Ausstellung im Foyer der Universität Mozarteum läuft bis zum 28. Oktober. Öffnungszeiten täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr


Dienstag,
5. Oktober 2010
19.30 Uhr
Austrian Cultural Forum
11 East 52. Straße
New York, NY 10022 / USA

Eintritt: Frei
Karten müssen vorher reserviert warden. Für Reservierungen bitte das Austrian Cultural Forum anrufen unter der Nummer (212) 319 5300, Nebenstelle 222
oder eine e-mail schicken an
reservations@acfny.org
(mit Name, Telefon-Nr., Aufführungsdatum und Anzahl der gewünschten Karten)

Das trunkene Lied
Konzert nach Texten von Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche war gewissermaßen ein „Stachel des Fremden“ im behäbigen Körper der Gesellschaft und Kultur seiner Zeit. Als Grenzgänger hat er die ausgetretenen Bahnen des Denkens verlassen, neue Wege beschritten und dadurch den zukünftigen Generationen Neuland jenseits traditioneller Denkmuster eröffnet. Er war seiner eigenen Zeit fremd, bezeichnete sich selbst als „posthumen Denker“, dessen Stunde erst kommen würde. Bis heute ist Nietzsches Faszination ungebrochen. Seine wortgewaltigen Gedichte und tiefgründigen Aphorismen haben zahlreiche Komponisten zu Vertonungen inspiriert. Auch Nietzsche liebäugelte mit der Tonkunst und hinterließ etliche Lieder und Klavierstücke.

Der Liederabend präsentiert Vertonungen von Friedrich Nietzsche selbst sowie seinem langjährigem Komponistenfreund Peter Gast, ebenso wie Lieder von Nicolai Medtner, Wilhelm Peterson-Berger, Arnold Schoenberg, Leopold Spinner und Walther Hirschberg.

„Ein intensiver, beglückender Liederabend. … Jeannie Im verzauberte mit wunderbaren Nietzsche-Liedern.“
- Münchner Merkur

Einführungsvortrag: Michael Lahr
Mit Jeannie Im, Sopran und Gregorij H. von Leïtis, Rezitation
Musikalische Leitung und Klavier: Dan Franklin Smith


Donnerstag,
21. Oktober 2010
20.00 Uhr
Weill Recital Hall at Carnegie Hall
154 West 57. Straße
(Ecke 7. Avenue)
New York, NY 10019 / USA

Eintritt: $32, $28, $24
(Studenten und Senioren erhalten $6 Ermäßigung in jeder Kategorie)
Vorverkauf über das Kartenbüro der Carnegie Hall,
telefonisch unter (212) 247 7800 oder online unter
www.carnegiehall.org

Nach uns die Sintflut?  -  Eine Montage

Umweltzerstörung, Klimakatastrophe, Kriege, religiöser Fundamentalismus, Wertezerfall, Wirtschafts- und Finanzkrise, Verschwinden des Mittelstandes ...
Die Aussichten sind düster! Schriftsteller und Denker des vergangenen Jahrhunderts reflektieren über drängende Fragen unserer Zeit.

Texte von Marianne Cohn, Albert Einstein, Iacovos Kambanelis, Karl Kraus, Gregorij v. Leïtis, Tatanga Mani, Erwin Piscator, Häuptling Seattle, Jura Soyfer, Kurt Tucholsky und Franz Werfel.
Musik von Jehan Ariste Alain, Ferruccio Busoni, Hanns Eisler, Wilhelm Grosz, Walther Hirschberg, Stefan David Hummel, Erich Itor Kahn, Herman David Koppel, Egon Lustgarten, Witold Lutoslawski, Olivier Messiaen, Erwin Schulhoff, Kurt Weill u.a.

Konzept und Einführung: Michael Lahr
Erzähler: Gregorij H. von Leïtis
Klavier: Dan Franklin Smith

"Keine Generation hat ein Eigentumsrecht an dieser Erde. Alles, was wir haben, ist ein lebenslanges Wohnrecht mit umfassendem Instandhaltungsvertrag.“
- Margaret Thatcher



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