Elysiums 28. Saison 2010–2011Erinnern - Für die Zukunft |
Samstag, im Rahmen des Bruckner Festes Linz www.kulturschloss.at |
Erinnern - Für die Zukunft Der 2. Weltkrieg - dessen Ende sich am 8. Mai zum 65. Mal jährt - ist die größte und verheerendste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Der Krieg und der mit ihm untrennbar verbundene Holocaust haben die Welt dramatisch verändert. In kleinen Vignetten setzt die Collage mutige Einzelschicksale in Szene, erzählt vom heroischen Kampf gegen die Übermacht des nationalsozialistischen Regimes, von Leidenschaft, Opferbereitschaft und Menschlichkeit inmitten blindwütiger Zerstörung. Musik von Paul Ben-Haim, Karel Berman, Paul Dessau, Jerzy Fitelberg, Hans Helfritz, Ziga Hirschler, Stefan David Hummel, Vitezslava Kaprálová, Szymon Laks, Egon Lustgarten, Ursula Mamlok, Paul Aron Sandfort u.a. und Texte von Johannes R. Becher, Dietrich Bonhoeffer, Bertolt Brecht, Martin Niemoeller, Hans Sahl, Libertas Schulze-Boysen, Stefan Zweig u.a. Konzept und Einführung: Michael Lahr "Gregorij von Leïtis gelingt es, Würde und sogar noch Schönheit selbst in die bittersten Worte zu legen. In perfekter Passung dazu entwickelt Pianist Dan Franklin Smith musikalische Preziosen." "Eine kleine Sensation." |
Dienstag, |
Cornet: Ullmann’s Testament aus Theresienstadt Viktor Ullmann: Klaviersonate No. 6 (Theresienstadt, 1944) Rezitation: Gregorij H. von Leitis Trotz menschenunwürdiger Umstände, trotz Hunger, Terror und Todesfurcht, brachten viele Künstler auch im Konzentrationslager die Kraft auf, kreativ tätig zu sein. Ihre Kunst half ihnen, das alltägliche Leiden besser zu ertragen. Einer dieser Künstler war der Komponist Viktor Ullmann. In Theresienstadt schuf er einige seiner schönsten Liedzyklen, mehrere Klaviersonaten und eine ganze Oper „Der Kaiser von Atlantis“. |
Sonntag, Eintritt: Frei Weitere Informationen unter: |
Erinnern - Für die Zukunft (Details s. Samstag, 18. September 2010) Konzept und Einführung: Michael Lahr Das Konzert eröffnet die Wanderausstellung „Die Kinder von Maison d’Izieu. Die Bilder zeigen jüdische Waisenkinder und ihre Erzieher im französischen Heim „Maison d’Izieu“ während ihres Aufenthaltes von Mai 1943 bis April 1944. |
Dienstag, Eintritt: Frei |
Das trunkene Lied Friedrich Nietzsche war gewissermaßen ein „Stachel des Fremden“ im behäbigen Körper der Gesellschaft und Kultur seiner Zeit. Als Grenzgänger hat er die ausgetretenen Bahnen des Denkens verlassen, neue Wege beschritten und dadurch den zukünftigen Generationen Neuland jenseits traditioneller Denkmuster eröffnet. Er war seiner eigenen Zeit fremd, bezeichnete sich selbst als „posthumen Denker“, dessen Stunde erst kommen würde. Bis heute ist Nietzsches Faszination ungebrochen. Seine wortgewaltigen Gedichte und tiefgründigen Aphorismen haben zahlreiche Komponisten zu Vertonungen inspiriert. Auch Nietzsche liebäugelte mit der Tonkunst und hinterließ etliche Lieder und Klavierstücke. Der Liederabend präsentiert Vertonungen von Friedrich Nietzsche selbst sowie seinem langjährigem Komponistenfreund Peter Gast, ebenso wie Lieder von Nicolai Medtner, Wilhelm Peterson-Berger, Arnold Schoenberg, Leopold Spinner und Walther Hirschberg. „Ein intensiver, beglückender Liederabend. … Jeannie Im verzauberte mit wunderbaren Nietzsche-Liedern.“ Einführungsvortrag: Michael Lahr |
Donnerstag, Eintritt: $32, $28, $24 |
Nach uns die Sintflut? - Eine Montage Umweltzerstörung, Klimakatastrophe, Kriege, religiöser Fundamentalismus, Wertezerfall, Wirtschafts- und Finanzkrise, Verschwinden des Mittelstandes ... Texte von Marianne Cohn, Albert Einstein, Iacovos Kambanelis, Karl Kraus, Gregorij v. Leïtis, Tatanga Mani, Erwin Piscator, Häuptling Seattle, Jura Soyfer, Kurt Tucholsky und Franz Werfel. Konzept und Einführung: Michael Lahr "Keine Generation hat ein Eigentumsrecht an dieser Erde. Alles, was wir haben, ist ein lebenslanges Wohnrecht mit umfassendem Instandhaltungsvertrag.“ |
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